Wer beim Namen dieses Sonntags spontan an den Glöckner von Notre-Dame denkt, liegt überhaupt nicht falsch. Denn Quasimodo, die Figur aus Victor Hugos Roman, bekam seinen Namen nach dem Namen des 1. Sonntags nach Ostern, an dem er als Findelkind auf den Treppen von Notre-Dame aufgefunden wurde.
Wie in der Passionszeit, so bestimmen auch in der Osterzeit die Anfangsworte der Antiphon des Introitus den Namen der Sonntage:
Quasi modo geniti infantes, halleluja, rationabile sine dolo lac concupiscite, halleluja.
„Wie neugeborene Kinder, Halleluja, verlangt nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, Halleluja.“
– 1 Petr 2,2a EU
Der Text erinnert daran, dass das Osterfest den Beginn eines neuen Lebens in Jesus Christus ist und sich deshalb die Gläubigen, insbesondere die Neugetauften, „wie neugeborene Kinder“ fühlen dürfen.
Dietrich Bonhoeffer predigte die Gegenwart Christi in der Welt. Er schuf ein anderes, ein überkonfessionelles Kirchenbild, zu dem sich heute konservative wie fortschrittliche Theologen bekennen: Der Glaube als Nachfolge Christi, mit allen Konsequenzen. Deshalb beteten wir auch heute: