• Überkonfessionelle Gedenkminute für den Frieden am Freitag um 15 Uhr

    Spitzen der Kirchen und Religionen laden Menschen zu stillem Gebet ein, während österreichweit die Kirchenglocken läuten – ORF unterbricht für eine Minute sein Programm
    Wien, 24.02.2022 (KAP) Die Spitzen der Kirchen und Religionsgemeinschaften in Österreich rufen am Freitag um 15 Uhr zu einer überkonfessionellen Gedenkminute für den Frieden auf. Begleitend zum stillen Gebet für die Menschen in der Ukraine werden im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, im Wiener Stephansdom erklingt dazu die Pummerin. Auch der ORF wird für die überkonfessionelle Gedenkminute sein Programm unterbrechen. An der Initiative beteiligen neben den christlichen Kirchen sowie der Israelitischen Religionsgesellschaft und der Islamischen Glaubensgemeinschaft auch alle anderen gesetzlich anerkannten Religionsgesellschaften.

    Für den Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, soll das stille Gebet die „Hoffnung auf einen raschen und gerechten Frieden in der Ukraine stärken“. „Das Glockengeläut am Freitagnachmittag erinnert uns an den Tod eines Unschuldigen: Jesus Christus, den Fürst des Friedens. Beten wir für alle, die durch das Grauen des Krieges ihr Leben lassen müssen und öffnen wir unser Herz für jene, die jetzt unsere Hilfe brauchen“, so der Salzburger Erzbischof am Donnerstagabend gegenüber Kathpress.

    „Der Friede ist das höchste Gut! Es muss alles getan werden, um den Frieden in Europa wieder herzustellen und ihn zu bewahren“, erklärte Roland Weißmann, Generaldirektor des ORF gegenüber Kathpress und sagte: „Der ORF schließt sich gerne der Initiative der verschiedenen Kirchen, Religions- und Glaubensgemeinschaften in Österreich an und beteiligt sich mit der Unterbrechung seines Programms an der ‚überkonfessionellen Gedenkminute für den Frieden‘.“

    „Im Schweigen bringen wir unsere Gefühle der Ohnmacht angesichts des Schreckens eines Krieges mitten in Europa zum Ausdruck“, führte der evangelische Bischof Michael Chalupka im Interview mit Kathpress aus. „Schweigen ist eine Sprache, die alle verstehen“ und sei Ausdruck der Verbundenheit mit den Menschen im Kriegsgebiet, die um ihr Leben bangen. „Im Schweigen schöpfen wir Kraft fürs Handeln. Humanitäre Hilfe für die Menschen im Kriegsgebiet und auf der Flucht ist ein Gebot der Stunde“, so Chalupka.

    „Als Christen sind wir aufgerufen, in Frieden und Nächstenliebe miteinander zu leben. Deshalb ist ein Krieg immer eine Sünde, insbesondere wenn er gegen ein freies, souveränes Land geführt wird“, betonte der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis), der den „Angriff Russlands auf die Ukraine“ ausdrücklich verurteilte. Gleichzeitig rief der Erzbischof zum Gebet für die Opfer des Krieges auf: „Möge Gott der Herr Ihnen beistehen, sie vor Leid und Tod beschütze und der Ukraine wieder Frieden schenken.“

    Auch der Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde, Jaron Engelmayer, betonte die allgemeine Sorge im Blick auf das Geschehen zwischen Russland und der Ukraine: „Wir beten für alle Bewohner der betroffenen Region, für schnelle Stabilisierung und baldigen Frieden. Derjenige, der Frieden in den Höhen stiftet, möge Frieden auf Erden schaffen – Schalom!“

    „Die Bilder, die uns aktuell aus der Ukraine erreichen, lassen uns sprachlos zurück“, betonte der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Ümit Vural, im Interview mit Kathpress. Krieg auf europäischem Boden sei bis vor Kurzem nicht vorstellbar gewesen, ein tiefgreifender Einschnitt in die Weltordnung und ein Elend für die Opfer dieses Konflikts. „Wir stehen vereint im Gebet für den Frieden und für eine sichere Welt. Möge Gott das ukrainische Volk beschützen und ihm in diesen finsteren Tagen beistehen“, so Vural. Gleichzeitig bat er angesichts der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe darum, sich solidarisch zu zeigen und den Aufrufen der Hilfsorganisationen vor Ort zu folgen.


  • Bischof Chalupka ruft Pfarrgemeinden auf, für Frieden in Ukraine zu beten

    Brief von Hr. Bischof Chalupka im Wortlaut

    „Bleibende Aufgabe“ der Kirchen, sich für Frieden zu engagieren

    „Bleibende Aufgabe“ der Kirchen, sich für Frieden zu engagieren

     

    Wien/Kiew (epdÖ) – Angesichts des russischen Einmarsches in der Ukraine in der Nacht auf Donnerstag, 24. Februar, hat der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka die Pfarrgemeinden dazu aufgerufen, für den Frieden zu beten. „Aus der Erfahrung des Krieges, den viele unserer Eltern und Großeltern noch miterleben mussten, wissen wir, wie Krieg das Leben von Menschen, Männern, Frauen und Kindern zerstört.“ Zugleich betonte er das Vertrauen auf Jesus Christus, und darauf, „dass Gott unsere Gebete um Frieden erhört und uns die Kraft gibt, uns für Frieden zu engagieren“.

    In seinem Brief an die Pfarrgemeinden erinnert Chalupka an das Friedensengagement der Kirchen weltweit zwischen und nach den Weltkriegen: „Die ökumenische Bewegung hat Form gewonnen in den Wirren der Zwischenkriegszeit und sich gerade aufgrund der Erfahrungen der zerstörenden Gewalt der Kriege dem Einsatz für den Frieden verschrieben.“ Die Kirchen sähen es als ihre „bleibende Aufgabe“, sich für das friedliche Zusammenleben in Europa einzusetzen, hatte etwa die Gemeinschaft evangelischer Kirchen (GEKE) in Europa 2018 formuliert.

    Chalupka ruft auch dazu auf, für die Flüchtlings-Nothilfe der Diakonie zu spenden: „Die Flüchtlings-Nothilfe bereitet sich darauf vor, vor Ort zu helfen und wenn notwendig Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet in Österreich aufzunehmen.“ (Spendenkennwort „Flüchtlings-Nothilfe“. IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333)

    Es brauche „Orte des Engagements für den Frieden, Orte, an denen die eigene Ohnmacht und Angst vor Gott gebracht werden können, damit spürbar wird, dass Christus uns seinen Frieden schenkt“, so der Bischof weiter. Gemeinsam mit den Ortspfarrer*innen Julia Schnizlein und Wilfried Fussenegger wird Bischof Chalupka am Donnerstag, 24. Februar, um 20 Uhr in der Lutherischen Stadtkirche in Wien (Dorotheergasse 18) ein Friedensgebet für die Ukraine gestalten. Das Friedensgebet ist auch im Livestream der Lutherischen Stadtkirche zu sehen: bit.ly/web_Lutherische_Stadtkirche.

    Die evangelische Messiaskapelle in Wien-Alsergrund veranstaltet am Donnerstag, 24. Februar (21 Uhr) ein digitales Friedensgebet für die Menschen in der Ukraine. Teilnahme unter: meet.goto.com/345880341

    Die evangelische Pfarrgemeinde Graz Heilandskirche lädt „in ökumenischer Verbundenheit“ zur Teilnahme an einem Friedensgebet in der Grazer römisch-katholischen Stadtpfarrkirche ein (Freitag, 25. Februar, 18.15 Uhr).


  • Beitrag zum Valentinstag

    Machen sie ihrer/m Liebsten eine Freude und sagen Sie „Ich liebe Dich“ zum heutigen Valentinstag (14.02.2022).

     

    Das Hohelied der Liebe

    1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

    Tulpen aus dem Gottesdienst vom 13.02.2022

    2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.

     

    3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.

    4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,

    5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,

    6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;

    7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

    8 Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird.

    9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk.

    10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.

    11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.

    12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.

    13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

    (1. Korinther 13, Lutherbibel)

     


  • Liebe, Blumen, Valentin

    Am 13.2.2022 war der Gottesdienst (passend zum Valentinstag) im Zeichen der Liebe und der Blumen.

    Besonders gedachten wir einer Familie, deren Sohn uns bereits vorausgegangen ist. Wir entzündeten eine Kerze, schlossen die Familie in Fürbitten und Gebet ein, damit Gott auch in diesen schweren Stunden bei Ihnen sein möge.

    Die Predigt über Vergänglichkeit, Liebe, Tulpen und Lutherrose endete mit einem Blumengeschenk des Pfarrers an die Gemeinde.

    Diese nette Geste soll uns erinnern, dass wir die Liebe an diesem Tag feiern mögen.

    „Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.“ (EG 401)

     

     

     

     

     


  • Maturaträume

    Michael Chalupka hat eine biblische Hilfe gegen Prüfungsängste

    Von der Matura habe ich schon lange nicht mehr geträumt. Aber wer kennt sie nicht, die Träume, auf einmal vor der Kommission zu stehen und sich an nichts mehr erinnern zu können? Das Ritual der Matura hat vielen von uns schlimme Nächte beschert. Nicht weil es so anspruchsvoll ist – jedes Studium, das der Matura folgt, ist fordernder. Sondern weil die Matura ein Augenblick der Bewährung ist, wenn man es positiv ausdrückt, aber auch ein Moment der Beschämung sein kann, wenn man es von der anderen Seite sieht.

    Coronabedingt ist die Matura wieder im Gespräch. Sollen die Schülerinnen und Schüler eine mündliche Prüfung ablegen müssen? Viele melden sich zu Wort, Philosophen, die vielleicht immer noch von Maturaträumen gejagt werden, junge Menschen, die sich missverstanden fühlen, junge Staatssekretärinnen, die meinen, dass auch die Lehrlinge nicht vom Prüfungsstress verschont werden. Das Thema emotionalisiert.

    In der Bibel gibt es ein Bild für das Reich, in dem Gerechtigkeit herrschen wird. Da heißt es: „Und das Herz der Unvorsichtigen wird Klugheit lernen, und die Zunge der Stammelnden wird fließend und klar reden.“ Andersrum gesagt: Niemand soll sich mehr vor einem öffentlichen Auftritt fürchten müssen, jeder gilt zuerst einmal als klug. Es wäre ein Ziel für jeden Schulabschluss, dass er ohne Furcht und Beschämung auskommt und keine Alpträume gebiert. Dann werden wir alle besser schlafen.


  • Plattform soll vernetzen und zu Ideen anregen

    Plattform soll vernetzen und zu Ideen anregen

    Plattform soll vernetzen und zu Ideen anregen

     

    Wien (epdÖ) – Auf einer interaktiven Karte können Interessierte ab sofort alle Erprobungsräume des Entwicklungsprozesses “Aus dem Evangelium leben” kennenlernen. Unter evang.at/epr präsentieren sich die derzeit 34 Projekte mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten und sollen damit für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar werden, erklärt Patrick Todjeras, Pfarrer und Verantwortlicher für den Entwicklungsprozess: “Die verschiedenen Teams stellen sich und ihre Arbeit vor, ihre Vision und ihr Anliegen. Die Homepage soll als Plattform dienen, um innovativen Ideen gemeindlichen und regionalen Handelns eine Bühne zu geben, um selbst auf Ideen zu kommen oder auch um mit den Teams Kontakt aufzunehmen, nachzufragen, sie zu unterstützen und zu ermutigen.” Die Projekte lassen sich nach Kategorien filtern. Die Botschaft der Webseite solle lauten: “Sieh, was sich an vielen Orten in unserer Kirche tut. Lass dich von den Ideen anregen! Vernetzt euch, lernt von einander, unterstützt einander!”

    Im Entwicklungsprozess “Aus dem Evangelium leben” sollen Pfarrgemeinden, Initiativen und Regionen bis 2024 Projekte entwickeln, die die evangelisch-lutherische Kirche „zukunftsfähig“ machen. Dazu können sie sich in mehreren Antragsphasen mit Projekten (“Erprobungsräumen”) bewerben. Ein Erprobungsraum ist ein Raum, in dem ein innovativer Ansatz erprobt wird, um den Sendungsauftrag der Kirche zu erfüllen. Alle Infos: evang.at/ael

     

    Wien (epdÖ) – Auf einer interaktiven Karte können Interessierte ab sofort alle Erprobungsräume des Entwicklungsprozesses “Aus dem Evangelium leben” kennenlernen. Unter evang.at/epr präsentieren sich die derzeit 34 Projekte mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten und sollen damit für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar werden, erklärt Patrick Todjeras, Pfarrer und Verantwortlicher für den Entwicklungsprozess: “Die verschiedenen Teams stellen sich und ihre Arbeit vor, ihre Vision und ihr Anliegen. Die Homepage soll als Plattform dienen, um innovativen Ideen gemeindlichen und regionalen Handelns eine Bühne zu geben, um selbst auf Ideen zu kommen oder auch um mit den Teams Kontakt aufzunehmen, nachzufragen, sie zu unterstützen und zu ermutigen.” Die Projekte lassen sich nach Kategorien filtern. Die Botschaft der Webseite solle lauten: “Sieh, was sich an vielen Orten in unserer Kirche tut. Lass dich von den Ideen anregen! Vernetzt euch, lernt von einander, unterstützt einander!”

    Im Entwicklungsprozess “Aus dem Evangelium leben” sollen Pfarrgemeinden, Initiativen und Regionen bis 2024 Projekte entwickeln, die die evangelisch-lutherische Kirche „zukunftsfähig“ machen. Dazu können sie sich in mehreren Antragsphasen mit Projekten (“Erprobungsräumen”) bewerben. Ein Erprobungsraum ist ein Raum, in dem ein innovativer Ansatz erprobt wird, um den Sendungsauftrag der Kirche zu erfüllen. Alle Infos: evang.at/ael

    Wien (epdÖ) – Auf einer interaktiven Karte können Interessierte ab sofort alle Erprobungsräume des Entwicklungsprozesses “Aus dem Evangelium leben” kennenlernen. Unter evang.at/epr präsentieren sich die derzeit 34 Projekte mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten und sollen damit für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar werden, erklärt Patrick Todjeras, Pfarrer und Verantwortlicher für den Entwicklungsprozess: “Die verschiedenen Teams stellen sich und ihre Arbeit vor, ihre Vision und ihr Anliegen. Die Homepage soll als Plattform dienen, um innovativen Ideen gemeindlichen und regionalen Handelns eine Bühne zu geben, um selbst auf Ideen zu kommen oder auch um mit den Teams Kontakt aufzunehmen, nachzufragen, sie zu unterstützen und zu ermutigen.” Die Projekte lassen sich nach Kategorien filtern. Die Botschaft der Webseite solle lauten: “Sieh, was sich an vielen Orten in unserer Kirche tut. Lass dich von den Ideen anregen! Vernetzt euch, lernt von einander, unterstützt einander!”

    Im Entwicklungsprozess “Aus dem Evangelium leben” sollen Pfarrgemeinden, Initiativen und Regionen bis 2024 Projekte entwickeln, die die evangelisch-lutherische Kirche „zukunftsfähig“ machen. Dazu können sie sich in mehreren Antragsphasen mit Projekten (“Erprobungsräumen”) bewerben. Ein Erprobungsraum ist ein Raum, in dem ein innovativer Ansatz erprobt wird, um den Sendungsauftrag der Kirche zu erfüllen. Alle Infos: evang.at/ael


  • #WeRemember: Religionsvertreter beteiligen sich an Holocaustgedenken

    Bischof Chalupka: „Gerade in diesen Tagen wichtig, an die Shoa zu erinnern“

     

    Wien (epdÖ) – Mit der internationalen „#WeRemember“-Kampagne zum Holocaust-Gedenktag (27. Jänner) erinnert der Jüdische Weltkongress in den Sozialen Medien an die Opfer des nationalsozialistischen Genozids an den Jüdinnen und Juden. An der Initiative beteiligen sich zahlreiche heimische Religionsvertreterinnen und -vertreter, so etwa der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka, Kardinal Christoph Schönborn, die römisch-katholische Bischöfe Hermann Glettler und Benno Elbs, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Oskar Deutsch, oder die Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz Sr. Christine Rod. An der Kampagne kann sich beteiligen, wer ein einfaches Papierschild mit der Aufschrift „#WeRemember“ anfertigt, sich damit fotografiert und das Foto in den Sozialen Medien teilt. Viele Teilnehmer*innen der Kampagne haben zusätzlich auch noch einen Gedanken gepostet.

    Auf Twitter und Facebook schreibt Bischof Chalupka: „Gerade in diesen Tagen, in denen die Verharmlosung der Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes auf den Straßen unseres Landes zur Schau gestellt wird, ist es wichtig, an die Shoa zu erinnern und sich gegen Antisemitismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit zu wehren.“

    „Mehr denn je braucht es angesichts erschreckender Manipulationen von Fakten eine Fülle von Initiativen zu einer guten, nachhaltigen Erinnerungskultur – verbunden mit einer Herzensbildung, auf deren Basis das Bewusstsein von Recht und Unrecht aufbauen kann.“ Das betont der Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler in seinem Posting. Bischof Elbs schreibt auf Instagram: „Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes und in Würde und Wert unantastbar. Das dürfen wir niemals vergessen.“ Mit der Aktion #WeRemember werde in Erinnerung gerufen, „was passiert, wenn dieser Grundsatz nicht mehr gilt“.

    Sr. Christine Rod, Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz, schreibt u.a. auf Facebook: „Wir gedenken in diesen Tagen der Opfer des Nationalsozialismus und der Menschen, die diese schreckliche Zeit des Holocausts miterleben mussten. Zugleich ist es so wichtig, diesen Teil unserer Geschichte nicht zu vergessen, damit sich dieses Schicksal nie mehr wiederholt und niemals vergessen wird. Immer weniger Zeitzeugen und Überlebende können von den Gräueltaten der Nazis berichten und auch wenn es schon lange zurückliegt, ist es wichtig, eine verantwortungsvolle Erinnerungskultur zu leben.“

    IKG-Präsident Oskar Deutsch postet auf Twitter: „Warum die Shoa uns alle angeht: Was in den Gaskammern mündete, begann lange davor. Es begann mit Vorurteilen und feindseligen Worten gegen Juden, Roma und andere Menschengruppen. Diese Feindseligkeit war der Anfang vom Ende namens Auschwitz. Daher: #WeRemember.“

    Kardinal Christoph Schönborn hat sein schon am Dienstag auf Twitter veröffentlichtes Foto mit folgendem Text versehen: „Mit Trauer, aber auch mit Scham erinnern wir uns in diesen Tagen an die dunklen Schatten, die die Shoa über Europa, nicht zuletzt über unsere Heimat Österreich geworfen hat.“

    ISSN 2222-2464

     

     

     

     


  • Neue Kirchenorgel

    Orgel

    MISTELBACH. Bisher wurde die Gemeinde auf verschiedenen Instrumenten begleitet, jetzt wird das von einer Pfeifenorgel unterstützt. Mit der „Königin der Instrumente“ werden Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten in der schönen Kirche deutlich aufgewertet.

    Durch das Entgegenkommen der römisch-katholischen Pfarre in Rabenstein an der Pielach kann die evangelische Gemeinde in Mistelbach dieses schöne Instrument in der Kirche aufstellen.

    Es handelt sich um eine Schleifladenorgel mit Pedal, zwei Manualen und sieben Registern. Sie passt genau auf die Empore in der Elisabethkirche. Die bekannte Orgelbaufirma Walcker aus Guntramsdorf hat die Orgel gebaut und jetzt die Restaurierung und Aufstellung übernommen. Die Orgelweihe war am Sonntag, 20. Juni um 9.30 Uhr im Festgottesdienst mit Bischof Michael Chalupka.

    Spenden erbeten

    Auch wenn die Orgel selbst ein Geschenk ist, fallen doch erhebliche Kosten für die evangelische Pfarrgemeinde an. Danke an alle, die das Projekt mit einer Spende unterstützen (ERSTE Bank Mistelbach, IBAN: AT22 2011 1201 1322 6800)!

    Quelle: Bezirksblatt